• Eine Zwei-Jahres-Kohorte aus dem spanischen Gesundheitswesen legt nahe, dass Resilienz stärker an den Bedingungen am Arbeitsplatz hängt als an der Person. Rückhalt, Vertrauen und Erholung zählten.

    BildVlotho, 11. August 2026. Resilienz gilt gemeinhin als Eigenschaft, die jemand mitbringt oder eben nicht. Eine prospektive Kohortenstudie aus dem spanischen Gesundheitswesen, am 1. August 2025 unter dem Titel Resilience changes and occupational resilience factors among healthcare workers im Fachjournal Scientific Reports erschienen, legt eine andere Gewichtung nahe. Von allen geprüften Merkmalen sagten drei die spätere Widerstandsfähigkeit am zuverlässigsten vorher, und alle drei beschreiben nicht die Person, sondern ihren Arbeitsplatz: Rückhalt durch Kolleginnen und Kollegen, Vertrauen in den Betrieb und die Möglichkeit, sich von Belastung tatsächlich zu erholen.

    Der Messansatz ist ungewöhnlich. Statt die Beschäftigten nach ihrer Widerstandskraft zu fragen, rechneten die Forschenden sie aus. Sie bestimmten, wie viel Symptomlast bei einer gegebenen Belastung im Mittel zu erwarten ist, und werteten jede Abweichung nach unten als Resilienz. Befragt wurde in drei Wellen über zwei Jahre, beginnend 2020 mit 2.422 Personen. In der dritten Welle nahmen noch 538 Personen teil.

    Ein Nebenbefund widerspricht einer verbreiteten Erzählung. Wer zu Beginn stark belastet war, zeigte sich zwei Jahre später tendenziell weniger widerstandsfähig, nicht widerstandsfähiger. Belastung scheint nach diesen Daten eher zu zehren als abzuhärten.

    Die Autorinnen und Autoren benennen die Grenzen ihrer Arbeit deutlich. Die Angaben beruhen auf Selbstauskunft, die Stichprobe war eine Gelegenheitsstichprobe, und über die Wellen hinweg sank die Beteiligung erheblich. Ein Ursache-Wirkungs-Nachweis ist damit nicht erbracht, wohl aber ein zeitlich geordneter Zusammenhang: Die drei Merkmale wurden erhoben, bevor sich zeigte, wem es später wie ging.

    »Eine einzelne Kohortenstudie trägt für sich genommen keine Führungsempfehlung«, erklärt Uli Funke, Gründer der Akademie für angewandte Neurowissenschaft A|F|A|N. »Bemerkenswert ist, dass alle drei Faktoren in eine Richtung zeigen, zu der auch unabhängig von dieser Arbeit Befunde vorliegen, etwa aus der Forschung zu sozialem Rückhalt, zu Vertrauen in Führung und zu Erholung. Wenn mehrere Forschungslinien dasselbe nahelegen, lohnt es sich, Resilienz nicht nur als Trainingsthema für Einzelne zu behandeln. Das gehört in jede Coaching-Weiterbildung, die mit Neurowissenschaft arbeitet.«

    Für Führungskräfteentwicklung und Coaching verschiebt das den möglichen Ansatzpunkt. Wer Menschen in Führung begleitet, arbeitet im Coaching üblicherweise an deren persönlichem Umgang mit Druck. Die Daten deuten darauf hin, dass daneben ein zweiter Hebel liegt, nämlich in den Bedingungen, die eine Führungskraft für ihr Team herstellt. Genau diese Verbindung aus biologischen Grundlagen, individueller Diagnostik und einer Messung der Führungswirkung steht im Zentrum der Weiterbildung zum NEURO IMPACT COACH®, die Uli Funke und Prof. Dr. Bruno Haller gemeinsam anbieten. Die Coaching-Ausbildung mit Neurowissenschaft folgt dort einem Kreislauf aus vier Schritten: verstehen, verorten, intervenieren und die Wirkung anschließend erneut messen.

    Das Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz beschreibt Resilienz als den Erhalt oder die rasche Wiederherstellung psychischer Gesundheit während oder nach belastenden Lebensumständen. Gelingende Bewältigung entsteht demnach im Zusammenspiel von Person und Umwelt, nicht in der Person allein.

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    Die Akademie für angewandte Neurowissenschaft A|F|A|N (AFAN Solutions GmbH) vermittelt seit 2021 neurowissenschaftlich fundiertes Wissen für Menschen in Führung, Training, Coaching und Organisationsentwicklung. Gründer Uli Funke hat mit BRAIN FOR BUSINESS® eine praxisnahe Weiterbildung entwickelt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Bruno Haller bietet A|F|A|N die Weiterbildung zum NEURO IMPACT COACH® an.

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    Studie rückt den Arbeitsplatz als Faktor für Resilienz in den Blick

    auf News veröffentlichen publiziert am 11. August 2026 in der Rubrik Presse - News
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